Prymnesium gladiociliatum


Classification: non_cocco -> Haptophytes -> Prymnesiales -> Prymnesiaceae -> Prymnesium -> Prymnesium gladiociliatum
Sister taxa: P. annuliferum, P. calathiferum, P. chiton, P. czosnowskii, P. faveolatum, P. gladiociliatum, P. kappa, P. minor, P. minutum, P. nemamethecum, P. neustophila, P. palpebrale, P. parvum, P. pienaarii, P. pigrum, P. polylepis, P. saltans, P. simplex, P. zebrinum, P. sp.,

Taxonomy:

Citation: Prymnesium gladiociliatum (Büttner 1910) Jordan and Green 1994
Rank: Species
Basionym: Wysotzkia gladiociliata Büttner 1910

Catalog entries: Wysotzkia gladiociliata

Original description: Ich schreite nun zur Beschreibung einer Form, welche in ungemein großer Zahl in einer Kultur auftrat, die durch Steine vom Heikendorfer Strande angesetzt war. Sie wird, wenn nicht die charakteristische Art der Ausbildung der Geißeln die Gründung einer neuen Gattung erfordert, der Gattung Wysotzkia zuzu­ teilen sein, mit der sie sonst die gleichen Merkmale teilt. Ich berücksichtige das genannte Merkmal nur als ein artunterscheidendes und gebe der Form daher den Namen Wysotzkia gladiociliata. Ab­ weichend von den bisherigen Arien neigt sich ihre Körperform (Fig. 5a) etwas zur Asymmetrie. Das Vorderende ist schwach schräg abgestutzt und trägt die zwei gleich langen, stets nach hinten gerichteten Geißeln, welche ungefähr 1-1½ mal so lang als der Körper sind. An der Basis sind die eigenartig ausgebildeten Bewegungsorgane schwertförmig ver­ breitet und verjüngen sich nach dem Ende zu. Die Gestalt des Schwärmers ist im normalen Zustande spitz-kegelförmig; seine Länge beträgt 10-12 µm, die Breite 4-6 µm. Erkannsich,wie alle beschriebenen Arten, besonders nach dem Hinterende zu stark metabolisch zusammenziehen. Die feine Plasmahaut wird dabei in beutelartige Blasen ausg.estülpt und dann wieder pseudopodienartig eingezogen (Fig. 5 b). Der Querschnitt des Schwärmers läßt einen kreis­ förmigen Umriß erkennen (Fig. 5 c), dessen Innen­wandung von zwei gelbbraunen Chromatophoren­ segmenten eingenommen wird. Auch die Seiten ansicht bestätigt, daß der innere Kegelmantel von zwei bandförmigen Chromatophoren eingenommen wird, die durch einen farblosen Spalt getrennt sind (Fig. 5 d). An der Vorderkante ist die pulsierende Vakuole gelegen. Ein Augenfleck fehlt dem Schwärmer. Der Kern liegt im hinteren Ende des Körpers, welches auch viel Leukosin aufgespeichert enthält. In Kulturen am hängenden Tropfen konnte ich beginnende Teilungsvorgänge im beweglichen Zustand beobachten. Der Schwärmer zeigte dann neben den zwei gleich langen Geißeln eine stummelartige dritte Geißel (Fig. 5d,e). In einem weiteren Stadium wird sich wohl noch eine weitere bilden. Anfangs hielt ich die bei fast allen Schwärmern vorhandene dritte Geißel zum normalen Zustande gehörig, die nur bisher meiner Beobachtung entgangen wäre. Die Untersuchung von neuem Material zeigte mir jedoch, daß der Schwärmer normal nur zwei Geißeln besitzt, so daß ich mich zu der Annahme berechtigt glaube, daß der Stummel die erste Anlage der neu auftretenden Geißeln darstellt. Mit der Verdopplung der Geißeln ist auch eine Verdopplung der Vakuolen vor der Teilung verbunden. Ob auch eine solche bei den Chromatophoren vor der Teilung stattfindet, oder ob je ein Chromatophor des Mutterindividuums auf die Tochterindividuen übergeht, um sich dann erst zu teilen, konnte ich nicht feststellen. Es war mir leider auch hier infolge der Unbeständigkeit des Materials nicht möglich, die weiteren Phasen der Entwicklung zu verfolgen.

Type images:

Geological Range:
Last occurrence (top): Extant Data source:
First occurrence (base): within No known fossil record modern (0.00-0.00Ma, base in stage). Data source:

References:

Büttner, J. (1910). Die farbigen Flagellaten des Kieler Hafens. PhD thesis, Christian-Albrechts-University, Kiel. 1-16. gs

Jordan, R. W. & Green, J. C. (1994). A check-list of the extant haptophyta of the world. Journal of the Marine Biological Association of the United Kingdom. 74: 149-174. gs


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