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Helvetoglobotruncana helvetica


Classification: pf_mesozoic -> Hedbergellidae -> Helvetoglobotruncana -> Helvetoglobotruncana helvetica
Sister taxa: H. helvetica, H. microhelvetica, H. praehelvetica, H. sp.,

Taxonomy

Citation: Helvetoglobotruncana helvetica (Bolli, 1945)
Rank: Species
Basionym: Globotruncana helvetica
Synonyms:

Type images:

Original description: Approximate translation of first paragraph: "In a particular interval of the Swiss Seewer Limestone and in close vertical spacing, highly characteristic sections of a still undescribed foraminiferal species can be found. This species is so unique that even its generic assignment cannot be given readily. Because the form possesses an open umbilicus, only the placement into Globigerina, Globorotalia and Globotruncana would make sense. Despite that, caution is advised when new species are proposed only on basis of cross-sections this form with its characteristic distribution in the foraminiferal fauna of the Seewer Limestones plays such an important role that it must be nominated as a new species on basis of polished (cut) sections. I assign it therefore on basis of its stratigraphic standing and morphological criteria primarily to the genus Globotruncana."

Ausserordentlich zahlreich treten in einer bestimmten Schichthöhe des helvetischen Seewerkalkes und in enger vertikaler Verbreitung sehr charakteristische Schnitte auf, die jedenfalls einer noch unbeschriebenen Foraminiferenform angehören. Sie ist so eigenartig, dass sogar ihre generische Einordnung nicht ohne weiteres gegeben ist. Da die Form einen offenen Nabel besitzt, bleiben für eine Zuordnung zu einem bestehenden Genus nur die Gattungen Globigerina, Globorotalia und Globotruncana. Obwohl zugestandenermassen bei der Aufstellung von neuen Spezies allein auf Grund von Schnitten Vorsicht am Platze ist, so spielt diese Form mit ihrer charakteristischen Verbreitung in der Foraminiferenfauna des Seewerkalkes eine solche Rolle, dass man sie auf Grund der Schliffe als neue Spezies benennen muss. Ich ordne sie wegen ihrer stratigraphischen Stellung und ihrer morphologischen Beschaffenheit vorderhand zur Gattung Globotruncana ein.
 Die Oberseite der Schale ist flach, ungefähr so wie bei Globotruncana lapparenti lapparenti nom. nov. Bald erscheint der erste, innere Umgang etwas in die Oberfläche der Schale eingedrückt, meistens aber eher schwach erhöht. Auf der Unterseite dagegen sind die Kammern des letzten Umganges kugelig aufgebläht und umgeben einen tiefen und weit offenen Nabelraum.
 Zwischen der flachen dorsalen und der rundlichen, sackartig aufgeblähten ventralen Partie der Kammern findet sich z. T. eine eigentliche Nahtleiste, welche in den Axialschnitten als aufgesetzter Kiel erscheint (Fig. 1, Abb. 11; Taf. I, Fig. 6); vielfach wird auch nur eine scharfe Kante ohne eigentlichen Kiel beobachtet (Taf. I, Fig. 7). Der Winkel zwischen Dorsal- und Aussenseite ist vielfach 90°, in den äussern Umgängen kann er sogar stumpf werden.
 Diese Querschnittform der Kammern lässt sich nicht nur im äusseren, sondern meistens auch schon in den letzten Kammern des inneren Umganges beobachten. Der Kiel des inneren Umganges ragt oft etwas über die allgemein flache Oberseite hervor. Soweit aus den Schliffbildern zu rekonstruieren ist, muss der Aspekt der Schale von der Oberseite durchaus globotruncanenähnlich sein.
 Die Anzahl der Kammern im letzten Umgang beträgt 5—6, der horizontale Gehäusedurchmesser je nach Schnittlänge 0,4—0,6 mm. Vereinzelt wurden auch kleinere Formen gemessen, wobei ungünstige Schnitte und Jugendformen in Frage kommen dürften. Das Verhältnis von Durchmesser zur Höhe variiert von 2: 1 bis 8:5.
 Oft scheinen im Schliff Übergänge von rundlichen, globigerinoiden Formen zur typischen, oben flachen und mit einem deutlichen peripheren Kiel versehenen Globotruncana helvetica n. sp. zu bestehen. Man kann sich aber vorstellen, dass solche durch schiefe Schnittlage zustande kommen können. Die vertikale Verbreitung von Globotruncana helvetica n. sp. im helvetischen Oberkreideprofil ist wie diejenige von Globotruncana alpina n. sp. sehr beschränkt. Ihr maximales Auftreten fällt zusammen mit dem roten Seewerkalk der Säntis-Drusberg-Decke. Unter- und oberhalb desselben findet sie sich nur noch in wenigen Metern des normalen grauen Seewerkalkes und setzt besonders gegen oben beim Erscheinen von Globotruncana lapparenti Brotzen rasch aus.
 Stratigraphisch nimmt Globotruncana helvetica n. sp. eine ähnliche Stellung ein wie Globotruncana renzi Gandolfi, indem sie in der Zone auftritt, wo Globotruncana apenninica Renz gegen Globotruncana lapparenti Brotzen ausgewechselt wird.

Entries in the Catalog of original descriptions: Globotruncana helvetica, Globotruncana carpathica, Globotruncana helvetica posthelvetica

Geological Range:
Last occurrence (top): at top of H. helvetica zone (100% up, 92.6Ma, in Turonian stage). Data source: zonal marker (from Timescale Creator)
First occurrence (base): at base of H. helvetica zone (0% up, 93.5Ma, in Turonian stage). Data source: zonal marker (from Timescale Creator)

Plot of occurrence data:

Dec 2017 - Plotting of Neptune data has been re-enabled on the Mesozoic pages following revision of the age-models in Neptune. The data is, however, still very sparse for the Early Cretaceous

Character matrix

test outline:Lobatechamber arrangement:Trochospiraledge view:Planoconvexaperture:Umbilical-extraumbilical
sp chamber shape:Petaloidcoiling axis:Lowperiphery:Single keelaperture border:Thin porticus
umb chbr shape:Globularumbilicus:Wideperiph margin shape:Subangularaccessory apertures:Infralaminal
spiral sutures:Raised beadedumb depth:Deepwall texture:Finely pustuloseshell porosity:Finely Perforate: 1-2.5µm
umbilical or test sutures:Moderately depressedfinal-whorl chambers:5.0-8.0 N.B. These characters are used for advanced search. N/A - not applicable

References:

Bolli, H. M. (1945). Zur Stratigraphie der oberen Kreide in den höheren helvetischen Decken. Eclogae Geologicae Helvetiae. 37: 217-328. gs V O

Pessagno, E. A. (1967). Upper Cretaceous planktonic foraminifera from the western Gulf Coastal Plain. Palaeontographica Americana. 5: 245-445. gs V O

Postuma, J. A. (1971). Manual of planktonic foraminifera. Elsevier for Shell Group, The Hague. 1-406. gs

Robaszynski, F., Caron, M. & le Groupe de Travail Européen des Foraminifères Planctoniques (1979). Atlas des Foraminiféres Planctoniques du Crétace Moyen (Mer Boréale et Téthys). Cahiers de Micropaléontologie. 1 & 2: 1-185. gs


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