CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Discospira Haeckel 1862

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Discospira

Citation: Discospira Haeckel 1862
Rank: genus
Type species: Trematodiscus helicoides Haeckel 1860 [designated by Campbell,1954, p.D90]
Described on page(s) : 513

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Original Description
Skelet eine flache oder biconvexe, fast kreisrunde, gekammerte Scheibe, zwischen deren beiden porösen Deckplatten die Windungen eines ununterbrochenen Spiralbalkens verlaufen, welche durch Radialbalken verbunden sind. Keine Anhänge am Rande der Scheibe.


Translation: A flat or biconvex, almost circular, chambered disc with spirals of uninterrupted beams united by radial beams. No appendages on the disc border. (In German. Translated by J.P.C.)]

Etymology: From the Greek diskos = disc, and speira = spiral.

Editors' Notes
Die Gattung Discospira erregt ganz besonderes Interesse wegen ihrer Uebereinstimmung mit Operculina und den nächststehenden anderen Gattungen, Assilina etc., aus der Unterfamilie der Nonioniden unter den nautiloiden Polythalamien. Im Princip ist die ganze Anlage des Baues bei diesen Thieren so wenig verschieden, dass man, abgesehen von der Centralkapsel, die allen Polythalamien fehlt, und von dem kieseligen Material des Skelets, Discospira ohne Weiteres in der Familie der Nautiloiden aufführen könnte. Hier, wie dort, sind die Kammern in eine zusammenhängende Spirale geordnet, deren Windungen sämmtlich in einer Ebene liegen, und auf den beiden gleichen Seiten des scheibenförmigen Gehäuses gleich gut sichtbar sind. Dazu kommt noch, dass bei Operculina, wie bei Discospira, keine Kammer oder Windung die vorhergehenden umfasst und verdeckt, während bei Assilina wenigstens die jüngsten Kammern, bei den meisten anderen Nonioniden aber alle vorhergehenden Kammern von den nachfolgenden umfasst und verdeckt werden. Uebrigens nähern sich die Discospiren im Habitus sehr den Trematodiscen. Ich habe 2 Species von Discospira bei Messina lebend beobachtet, von denen die eine daselbst häufig ist. Ob auch von Ehrenberg schon Skelete dieser Gattung beobachtet worden sind, ist zweifelhaft. Vielleicht gehören hierher diejenigen spiralen Radiolarien, welche er als Species von Flustrella aufführt, jener Gattung, die, wie wir oben sahen, wahrscheinlich sehr verschiedene Elemente, mehrere Arten von Trematodiscus etc. umfasst (vergl. oben p. 491). Unter der ältesten Species von Flustrella (F. concentrica), die Ehrenberg beschrieb, befanden sich auch spirale Formen. Die Diagnose dieser Art lautete: ,,cellularum minutissimarum, laevium seriebus concentricis, interdum spiralibus, apertura singularum parva rotunda.“ Diese spiralen Formen wurden aber 1840 (Monatsber. p. 210) von der eigentlichen cyclischen F. concentrica als Flustrella spiralis getrennt (,, = Flustrella concentrica ex parte spirali“). Dann wurde F. spiralis auch 1854 in der Mikrogeologie zweimal abgebildet, auf Taf. XIX, Fig. 62 fossil aus dem plastischen Thon von Aegina, Taf. XXI, Fig. 52 fossil aus dem Mergel und Polirschiefer von Oran. Diesen beiden Figuren nach ist es aber nicht wahrscheinlich, dass sie zu unserer Discospira gehören; das Kammerwerk ist darin durchaus schwammig dargestellt, obwohl mit einer deutlich spiraligen Anordnung der unvollkommenen Kammern; die Oberfläche der schwammigen Scheibe erscheint unregelmässig zackig und es ist daran Nichts von den charakteristischen glatten Deckplatten der Disciden sichtbar, die doch bei anderen in der Mikrogeologie gegebenen Abbildungen von Disciden (z. B. Rhopalastrum lagenosum, Stylodictya gracilis etc.) sofort deutlich in die Augen springen. Diese Flustrella spiralis scheint eher ein Spongodiscid mit spiraliger Anordnung der Fächer der Schwammscheibe zu sein, wie solche freilich bisher unter den Sponguriden noch nicht beobachtet ist. Da eine nähere Erläuterung jener Art weiter nicht erfolgt ist, so lasse ich die Frage über deren wahre Stellung im Systeme hier offen. Dasselbe gilt auch von 2 anderen, wahrscheinlich mit F. spiralis nahe verwandten Flustrellen, deren eigentlicher Bau sich aus der kurzen, im Monatsber. 1861 (p. 300) von Ehrenberg gegebenen, Diagnose nicht ermitteln lässt. Diese lautet wörtlich: 1. Flustrella haliomma, Ehrenberg: ,,Lorica ampla spirali, Haliommatis habitu, intimis duobus ambitibus angustis, tertio et extremo ambitu amplissimo, priores fere involvente, radiolis ramosis illis affixo. Diameter 1/15““ - 2. Flustrella spiropora, Ehrenberg: ,,Lorica spirali, ambitibus tribus 1/24““ lata, cellulis parum distinctis, pororum distinctorum seriebus in quovis ambitu 2,-3“. Die Skelete beider Arten fanden sich in Grundproben des atlantischen Oceans, die bei Grönland gehoben waren, F. haliomma aus 6000, F. spiropora aus 10998 Fuss Tiefe.

Loeblich and Tappan [1961, p.226] indicate that Discospira Haeckel, 1862 is a junior homonym of Discospira Mantell, 1850.

References:

Haeckel, E (1862). Die Radiolarien (Rhizopoda Radiaria). Eine Monographie. Georg Reimer, Berlin. 1-572. gs


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