CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Physematium Meyen 1834

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Physematium atlanticum Meyen 1834

Physematium muelleri Schneider 1858

Physematium vermiculare Meyen 1834

Physematium

Citation: Physematium Meyen 1834
Rank: genus
Type species: Physematium atlanticum Meyen 1834 [designated by Campbell,1954, p.D46]
Described on page(s) : 160
Family (traditional): Collodaria

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Original Description
Kleine gallertartige Thiere von runder oder länglicher Gestalt, im Innern aus kleinen Bläschen bestehend, die sehr dicht zusammengehäuft und mit einer weichen Gallerte umschlossen sind. Die Oberfläche der Gallerte ist etwas erhärtet und ähnelt einer weichen Membran, auf deren Oberfläche schon viele der kleinen Bläschen, welche im Innern enthalten sind, hervortreten. Die Fortpflanzung scheint auf dieselbe Weise zu geschehen, wie bei den Nostochinen *) indem sich

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*) Die Fortpflanzung der Nostochinen war bishner unbekannt; im vergangenen Sommer (1833), bei unserm Aufenthalte im Riesengebirge, waren wir so glücklich, diese Aufgabe zu lösen. Wir beobachteten das Nostoc commune, welches schon Sprengel sehr richtig mit Nostoc muscorum Ag. als eine und dieselbe Species zusammengestellt hat. Die Verhältnisse auseinander zu setzen, unter denen sich bald die eine, hald die andere dieser Formen bildet, ist hier nicht der passende Ort; der unbefangene Beobachter wird sich davon sehr bald selbst überzeugen können.

die kleinnen Bläschen aus dem Innern der Substanz, entweder ganz allein, oder sämmtliche auf einmal, vom Körper trennen, und zu neuen Individuen umbilden. Die Bewegungen des Thieres geschehen sehr langsam. Es zieht sich dabei von allen Seiten zusammen, dehnt sich wieder aus und krümmt sich.

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Sobald das alte Nostoc zerfällt, treten alle die kleinen Bläschen aus der gallertartigen Masse hervor, welche sie zuerst einhüllte, und jedes derselben kann sich nun zu einem neuen Individuum umbilden. Das kleine Bläschen besteht aus einer Hülle von einer wenig festen Membran, und ist im Innern mit einer schleimigen, wassherhellen Flüssigkeit angefüllt. Sobald das Bläschen selbstständig zu wachsen beginnt, schwillt die gallertartige Membran auf, und das Bläschen wird dabei immer grösser, je nachdem es, unter gewissen günstigen Verhältnissen, mehr oder weniger Nahrungsstoff einzuziehen hat. Bei einer gewissen Grösse, welche das neue Individuum erlangt hat, beginnt die helle Flüssigkeit im Innern der Bläschen sich zu trüben, und es entstehen darin, gleichsam wie durch plötzliche Krystallisation, (nämlich, nach dem die Flüssigkeit einen gewissen Grad von Dichtigkeit und von Organisation erhalten hat,) eine grosse Anzahl kleiner Bläschen, die sich rosenkranzförmig aneinander legen,und abermals die Keime zur Fortpflanzung abgeben. Dieses plötzliche Gekörntwerden organischer Flüssigkeiten ist eine gewöhnliche Ercheinung in der Bildungsgeschichte der Thiere, daher auch hier nicht mehr auffallend. Es geht die Fortpflanzung der Nostochinen, der einfachsten unter allen Geschöpfen, in's Unendliche fort, und nur die äussern Verhältnisse setzen der Ausbreitung der Keime eine bestimmte Grenze. Es scheint gewiss zu sein, dass sich die Keime dieser Pflänzchen sehr lange verborgen halten können, - entweder in, oder auf der Erde,- bis endlich die äussern Verhältnisse eintreten, welche ihr schnelles, schon so oft bewundertes, Wachsthum befördern, oder vielmehr bedingen. Wir sind indess weit entfernt, hiemit behaupten zu wollen, dass die Nostochinen nicht auch durch eine generatio originaria entstehen könnten. Die Fortpflanzung durch Keime, wie wir sie beobachtet haben, beweist weder hier, noch bei andern Geschöpfen, dass daneben nicht auch eine Entstehung durch generatio originaria vorkommen könne.

Kurz vor dem Abdrucke dieser Albeit erhielt ich Herrn Unger's algologische Beobachtungen (Nova Acta Acad. Caes. Leop. Car. Nat. Cur. Tom.XVI. P.II. p. 546), worin von der Fortpflanzung des Nostoc sphaericum die Rede ist. Hr. Unger fand, wie schon Eysenhardt gesehen hatte, dass die

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perlenschnurförmig aneinander gereiheten Bläschen im Innern der Gallert Masse hin und wieder anschwellen, und glaubt, dass sich dieselben von der Schnur trennen, und auf der Oberfläche des Nostoc's zum Vorschein kommen. Dieses Hervortreten der einzelnen Sporen habe ich nicht beobachtet; ich glaube vielmehr, dass sie nur dann aus der Gallerte hervortreten, wenn sich dieselbe auflöst. Bei den Rivularien üherhaupt schwillt immer die unterste Zelle aer confervenartigen Fäden, welche in ihnen die Fruktifikations Organe bilden, zuerst an; und diese kann hier auf keinen Fall durch die Masse hindurch nach der Oberfläche gelangen, sondern vermag erst alsdann hervorzutreten, wenn sich das ganze Individuum auflöst.

Etymology: From the Greek physematium = small vesicle"

References:

Meyen, F. J. F (1834). Uber das leuchten des Meeres, und Beschreibuhg einiger Polypen und anderer Thierre. In Beitrage zur Zoologie, gesammelt auf einer Reise um die Erde. Verhandlungen den Kaiserlichen Leopoldinisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher. 16: 125-216. gs


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