Acanthobotrys multispina


Classification: rads_cenozoic -> Plagiacanthidae -> Plagiacanthidae inc sed -> Acanthobotrys -> Acanthobotrys multispina
Sister taxa: A. multispina

Taxonomy

Citation: Acanthobotrys multispina Popofsky 1913
Rank: species
Basionym: Acanthobotrys multispina Popofsky 1913

Catalog entries: Acanthobotrys multispina

Original description: Die kleine Form ist entweder zweikammerig (Taf. XXIX, Fig. 10, 11) oder dreikammerig im Kopfe (Taf. XXX, Fig. 5). Die erste ursprüngliche Kopfkammer ist die größte, die zweite etwas kleiner. Diese beiden sind kugelig und mit vielen winzig kleinen, runden Poren versehen, die in die Schale eingesenkt oder auch hexagonal bis polygonal gerahmt sind, wodurch, da die zusammen stoßenden Rahmenkanten etwas zipflig in die Höhe gezogen sind, diese beiden Kopfkammern von den vielen winzigen Dörnchen ein rauhes Aussehen erhalten. Erste und zweite Kopfkammer stehen (Taf. XXIX, Fig. 11) durch mehrere große, runde Poren in Verbindung. Die dritte Kopfkammer war flach kuppelförmig und etwas unregelmäßig, auch schien sie mit größeren Poren durchsetzt als die ersten beiden. Doch ist das vielleicht darauf zurückzuführen, daß sie erst neu angelegt wurde (Taf. XXX, Fig. 5) und die Poren später enger werden. Zwischen den Kammern 1 und 2 sowie 2 und 3 stellen mehrere große Poren die Verbindung her. Zur Grundlage dieser drei Kammern dient ein kompliziertes Stachelgerüst: wahrscheinlich entspringen die Stacheln an einem Ringe bzw. an Maschen, die sekundär an dem Ringe gebildet werden. Die Zahl der Stacheln kann bis zu 20 steigen. Entweder sind sie alle annähernd gleichgroß - mit Ausnahme der sekundären Stacheln, die auf der Schale entspringen-, dann sind auch meist mehr Stacheln vorhanden (Taf. XXX, Fig. 5), oder (Taf. XXIX, Fig. 10) ein Apikalstachel ist besonders kräftig entwickelt, dann sind die andern Stacheln kleiner und weniger an Zahl vorhanden. Der Apikalstachel zeigt im einen Fall einen kräftigen, dornförmigen Anhang (Taf. XXX, Fig. 5) in halber Höhe, oder er war wie in Taf. XXIX, Fig. 10 im unteren Drittel zierlich bedornt. Von den basal ausstrahlenden Urstacheln und akzessorischen Stacheln aus, die sich auf der Basalseite des Köpfchens bilden, entstehen die ersten Ansätze zu einem Thorax. Bei dem einen Tiere (Taf.XXIX, Fig. 10) konnte man deutlich die neu entstandenen Skelettbrücken zwischen den Stacheln erkennen, mit denen die Thoraxbildung beginnt.

Diameter of larger cephalic lobe 35µm, of smaller one 19µm. Apical horn length 40 to 72µm. Distinguishing characters (rw): Man könnte versucht sein, die beiden Individuen als Vertreter zweier verschiedener Arten aufzufassen, doch halte ich die Unterschiede bezüglich der Bestachelung, in Analogie mit Befunden bei andern Stachelradiolarien; nicht für so wichtig, daß eine Trennung stattfinden müßte. Auffälliger ist dagegen, daß das eine Tier nur zwei Kopfkammern, das andere dagegen drei besitzt. Hier wäre es, wenn streng nach der Haeckelschen Systematik beurteilt, unmöglich, die zweikammerige Form neben die dreikammerige zu stellen (zu der sie offenbar auf den ersten Blick gehört), weil die zweikammerige in die Spyroideen eingereiht werden müßte. Nun sind an der zweikammerigen Form am Grunde des Apikalstachels zwei große, sonst unmotivierte Poren vorhanden (Taf. XXIX, Fig. 10, 11), die dieselbe Form haben wie die Verbindungsporen zwischen der ersten und zweiten Kammer. Es liegt daher nahe, anzunehmen, daß, wenn ein Bedürfnis dafür eintritt, nach dieser Richtung der Kammerinhalt herausquellen wird, um noch nachträglich eine dritte Kopfkammer zu bilden. Diese zweikammerige Form ist daher als ein Entwicklungsstadium jüngeren Datums aufzufassen. Möglicherweise unterbleibt aber auch aus irgendwelchen Gründen - Nahrungsmangel z. B. - das Wachstum des Weichkörpers, damit das Herausquellen desselben und die Bildung der dritten Kammer, dann hätten wir es bei dem zweikammerigen Tiere mit einer Hemmungsform zu tun.

Description

Biogeography and Palaeobiology

Biostratigraphic distribution

Geological Range:
Last occurrence (top): within (-Ma, top in "Holocene" stage). Data source:
First occurrence (base): within (-Ma, base in "Holocene" stage). Data source:

Plot of occurrence data:

References:


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