CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Acanthometra Müller 1855

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Acanthometra alata Müller 1856

Acanthometra anomala Haeckel 1861

Acanthometra arachnoides Claparede 1855

Acanthometra belonoides Haeckel 1861

Acanthometra brevispina Haeckel 1861

Acanthometra bulbosa Haeckel 1861

Acanthometra cataphracta Müller 1856

Acanthometra claparedei Haeckel 1861

Acanthometra complanata Haeckel 1861

Acanthometra compressa Haeckel 1861

Acanthometra costata Müller 1856

Acanthometra cruciata Müller 1859

Acanthometra cuspidata Haeckel 1861

Acanthometra denticulata Haeckel 1861

Acanthometra dichotoma Müller 1856

Acanthometra dolichoskia Haeckel 1861

Acanthometra elastica Haeckel 1861

Acanthometra elongata Müller 1856

Acanthometra forceps Haeckel 1861

Acanthometra fragilis Haeckel 1861

Acanthometra furcata Müller 1856

Acanthometra fusca Müller 1856

Acanthometra hastata Haeckel 1861

Acanthometra heteracantha Haeckel 1861

Acanthometra lanceolata Müller 1859

Acanthometra messanensis Haeckel 1861

Acanthometra mucronata Müller 1856

Acanthometra muelleri Haeckel 1861

Acanthometra multispina Müller 1855

Acanthometra ovata Müller 1856

Acanthometra pectinata Müller 1856

Acanthometra pellucida Müller 1856

Acanthometra purpurascens Haeckel 1861

Acanthometra quadridentata Müller 1856

Acanthometra quadrifolia Haeckel 1861

Acanthometra serrata Haeckel 1861

Acanthometra sicula Haeckel 1861

Acanthometra spinulosa Haeckel 1861

Acanthometra tenuis Haeckel 1861

Acanthometra tetracopa Müller 1856

Acanthometra tetraptera Haeckel 1861

Acanthometra

Citation: Acanthometra Müller 1855
Rank: genus
Type species: Acanthometra arachnoides Claparede 1855 [designated by Campbell,1954, p.D104]
Described on page(s) : 248
Family (traditional): Plagiacanthidae

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Original Description
Es giebt auch ein Beispiel von solitären pelagischen Kieselorganismen mit Gallerthülle an den Körpern, die ich Acanthometra nenne. Dies sind mikroskopische Wesen ohne Bewegung von strahliger Kieselbildung, deren sehr lange gewöhnlich vierkantige Nadeln in symmetrischer Stellung nach den verschiedensten Richtungen des Raums radial ausgehen, während sie in der Mitte ohne Bildung einer centralen Höhle zusammenstofsen Die Nadeln stehen in mehreren sich kreuzenden Ebenen radial. Wenn sie sich gegenüberstehen, was in der Regel der Fall ist, so bilden sie gleichsam Achsen und man kann mehrere oder viele sich kreuzende Achsen der Gestalt unterscheiden. Bald sind diese Gestalten in verschiedenen Richtungen gleichstrahlig, bald auch ist eine der Achsen länger als alle übrigen und wird die Gestalt dadurch länglich. Die Stachelstrahlen setzen sich aber nicht durch die Mitte hindurch fort, vielmehr storsen alle Stachelstrahlen nur in der Mitte mit keilförmig zugeschnittenem innerm Ende zusammen, so dafs der Mittelpunkt mit den innern Enden der Keile aller Stacheln zusammenfällt. Die Zusammensetzung der Mitte aus keilförmigen Enden von Speichen findet sich noch an einem sonst ganzlich abweichenden, in Säuren unlöslichen Gebilde, das ich aus dem Darminhalt der Comatula mediterranea beschrieben und abgebildet habe. Pentacrinus. Abh. d. Akad. a. d. J. 1841. p. 232 Taf. VI. fig. 4. Dies Gebilde wurde von Hrn. Ehrenberg, als er im Monatsbericht von 1844 die Gattung Asterolampra gründete, muthmafslich zu dieser gezogen und im Monatsbericht von 1854 Asterolampra pelagica genannt*) In diesen Körpern ist jedoch die strahlige Figur abweichend von Acanthometra in einer scheibenförmigen Kapsel eingeschlossen. Rundum zwischen den Stacheln über ihrer Zusammenfügung liegt bei Acanthometra eine mehr oder weniger dunkle körnige organische Masse von einer durchsichtigen zarten Haut bedeckt, welche sich wo sie mit den Stacheln in Berührung kommt, nach aufsen bin eine ganz kurze Strecke an diese anlegt. Darauf folgt zwischen den Stacheln die Gallerte, in welcher man frisch äufserst zarte durchsichtige strahlige Fäden erkennt. Die Enden der Stacheln stehen aus der Gallerte hervor, welche ganz aus den strahligen Fäden zu bestehen scheint.

Verbrennt man die Weichtheile, welche die feste Mitte der Acanthometra umgeben, so hängen die kieseligen Stacheln nach dem Glühen noch in der Mitte zusammen, sie fallen aber augenblicklich an der Mitte auseinander, sobald man nach dem Gluhen sie mit Salzsäure benetzt und die Mitte löfst sich in die keilförmigen noch kantigen Enden der Stacheln auf. Ein schaliges gegittertes Kieselgerüste fehlt gänzlich

Die Acanthometren sind im Mittelmeer und adriatischen Meer häufig, ich sah sie in Nizza schon vor einiger Zeit täglich, dann in Triest wieder und häufiger noch in Messina. Die Acanthometra multispina M. ist 3/40""' grofs und findet sich passiv der Bewegung des Meerwassers hingegeben, in den obern, wahrscheinlich auch in den tiefern Schichten der See. Jhre kantigen .Stacheln (gegen 20--30 und mehr) sind an der Vereinigung am breitesten, die Kanten erweitern sich nicht weit davon noch einmal leicht zu einer Zacke, dann läuft der Stachel verdünnt als lange kantige Nadel aus. Bei einer andern Form mit 12--14 Stacheln waren die vierkantigen oder vielmehr vierschneidigen Stacheln gleichförmig von der Basis bis an das dünnere Ende. Die Kanten sind hohe dünne Blätter mit geraden Rändern, so dafs der Querschnitt der Stacheln ein Kreuz bildet Im mittlern Quer-Durchmesser haben diese Stacheln gegen 1/180""' Diese Körper sind im Mittelmeer so häufig, dafs ich eine Anzahl derselben in Messina sammeln und in Weingeist mitbringen konnte. An ihnen ist die Untersuchung fortgesetzt. Die Gallerte hat sich nicht erhalten, wohl aber die um die Vereinigung der Stacheln gelagerte organische Masse mit dem sie bedeckenden durchsichtigen Häutchen, welches sich an die Stacheln innig anschmiegt und zeltartig zwischen den Stacheln rundum ausgespannt ist. Die davon bedeckte Masse besteht aus gröfseren und kleineren Körnern, wovon die gröfseren ,1/180""' ein zellartiges Aussehen haben. Dieser Inhalt wurde von Jod und Schwefelsäure wenig verindert und nur gelbbräunlich gefärbt.

Für die Beziehungen zu den Thalassicollen ist hervorzuheben, dafs in der Gallerte einer frischen Acanthometra einmal gelbliche Zellen eingelagert gesehen sind, welche auf Jodreaction nicht geprüft sind.

Die Acanthometren unterscheiden sich von den Thalassicollen durch die Vereinigung ihrer Spicula in der Mitte des Ganzen und dafs sie solitär sind, und sind insofern eine besondere Formation. Sie bilden gleichwie die Polycystinen keine Massen, unterscheiden sich aber von diesen durch den Mangel einer gitterigen Schale ebensosehr als durch die Zusammensetzung ihres Kieselskeletes. Actiniscus und Bacteriastrum unterscheiden sich von Acanthometra, dafs ihre Strahlen in einer Ebene liegen und zu einem gemeinsamen Centrum verschmolzen sind.

Die physiologischen Eigenschaften der Acanthometren betreffend Vermehrung, Entwicklung sind ganzlich unbekannt.

Man könnte vermuthen, dafs die Acanthometren erst die Keime von Organismen seien, die spater auf dem Meeresgrunde oder an andern Körpern festgewachsen sind, wie Tethyen und Spongien. In der That bestehen die im Innern der Tethya in der sarcoiden Masse versteckten sogenannten Gemmulae, von denen man nicht einsiebt, wie sie nach aufsen gelangen könnten, aus Spicula, die durch eine albuminöse Masse verbunden sind. Es sind Wiederholungen der Tethya im Kleinen ohne Rinde und Kern, mit sehr zahlreichen radialen Nadeln. Diese von Johnston und Quekett abgebildeten Körper weichen aber von der Acanthometra schon durch die überaus grofse Zahl der Nadeln ab. Ubrigens sind die Kieselnadeln des Körpers der Tethyen am centralen Ende abgerundet und ohne blattförmige Kanten. Bei Halichondria Johnstonia Bowerbank sind die stacheligen Gemmulae neben andern häufig, sie haben jedoch mit der Acanthometra nicht die geringste Ahnlichkeit. Die Kieseltheile der Acanthometra sind vielmehr eigenthümlich und anderweitig nicht bekannt.

Im fossilen Zustande und in den Niederschlägen des Meeresgrundes sind die Acanthometren bis jetzt nicht beobachtet. Es ist auch nicht zu erwarten, dafs ihre Skelete vollständig uberliefert werden, da sie nach der Auflösung der weichen Theile in die zusammensetzenden Kieselnadeln auseinanderfallen mussen; aber auch diese sind bis jetzt in Niederschlägen noch nicht wahrgenommen worden.

*) Die verschiedenen aus dem Darminhalt dieser Comatel abgebildeten mikroskopischen Körper machen es von Interesse, den Fundolt der Cumatel zu kennen. Ich bemerke, dafs das fragliche Exemplar aus demjenigen Vorrath der Comatula mediterranea entnommen war, den ich selbst im J. 1840 in Triest gesammelt hatte.

Editors' Notes
[Although Acanthometra has in the past been considered an acantharian, the original description is included herein because Campbell (1954) assigned a spumellarian as its type species. Subsequent references to Acanthometra as an acantharian are not included.

Placed in synonymy with Plagiacantha by Haeckel, 1862]

References:

Müller, J (1855a). Über Sphaerozoum und Thalassicolla. Bericht uber die zu Bekanntmachung geeigneten Verhandlungen der Koniglichen Preussische Akademie der Wissenschaften zu Berlin. 1855: 229-254. gs


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