CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Arachnocorys pentacantha Popofsky 1913

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Arachnocorys pentacantha

Citation: Arachnocorys pentacantha Popofsky 1913
Rank: species
Type specimens: pl.32, figs.5-6; text-figs.84-86
Type repository: No information given
Described on page(s) : p.366
Family (traditional): Plagiacanthidae
Family (modern): Lophophaenidae

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Current identification/main database link: Arachnocorys pentacantha (Popofsky) Petrushevskaya 1971


Original Description
Abweichend im Bau von den übrigen Arachnocorys-Arten. Kopf deutlich vom Thorax abgesetzt, mit kleinen und größeren, unregelmäßig rundlichen Poren, deren Größe vom Scheitel des Kopfes nach der Nackenfurche hin zunimmt; am größten sind die Poren, welche den in der Kopfwand aufwärts steigenden Apikalstachel (Taf. XXXII, Fig. 5) begleiten, meist finden sich dort vier bis sechs sehr große Poren. Der Apikalstachel ist dreikantig, seine eine Kante ist auf der Kopfwand als eine erhabene Kante sichtbar. Der Apikalstachel steht seitlich im oberen Drittel als ein pyramidales Kopfhorn am Kopfe. Gelegentlich (Textfig. 86) zieht sich das Kopfgitterwerk an ihm noch etwas empor. Der ganze Kopf ist dicht mit zierlichen, kurzen Beistacheln besetzt, die untereinander durch winzige kleine Skelettbögen in Verbindung treten. Dadurch entsteht auf fem Kopf ein spinnwebartiges zweites Gitterwerk, welches das erste in kurzem Abstand einhüllt. Im unteren Teile des eiförmigen Kopfes vereinigen sich die Stacheln zu einem inneren Stachelgerüst, welches gleichzeitig den Kopf vom Thorax abschließt. Der in der Kopfwand aufsteigende Apikalstachel (A) und der Dorsalstachel D (Taf. XXXII, Fig. 5, 6) sitzen am einen Ende eines kurzen Mittelbalkens, am andern die Stacheln Lr, Ll, V. Die vier letztgenannten treten in, oder dicht unter der Nackenfurche als vier Thorakalstacheln aus und verlaufen ein kurzes Stück in der Thoraxwand, um dann als kurze, etwas nach unten gebogene, pyramidale, dreikantige Radialanhänge am Thorax frei auszustrahlen. Der Thorax ist entweder mehr konisch (Textfig. 85, Taf. XXXII, Fig. 5) oder mehr zylindrisch (Textfig. 86, Taf. XXXII, Fig. 6). Er ist mit relativ großen, unregelmäßig rundlichen Poren versehen.

(Based on 12 specimens) Cephalis length 46µm, width 40-45µm, incomplete thorax length 30µm, width 50-65µm. Distinguishing characters (rw): Die in Textfig. 84-86 dargestellten Skelette fasse ich als Entwicklungsstadien bzw. (Textfigur 85) als eine Wachstumshemmungen auf. In Textfig. 84 ist nur erst der Kopf mit den Beistacheln und den Stacheln A (nicht sichtbar), D, Lr, Ll und V entwickelt. Zwischen den Kopfbeistacheln beginnt sich aber schon eine Verbindung durch Skelettbögen bemerkbar zu machen (in der Fig. 84 links), auch werden die ersten Thoraxporen zwischen den charakteristischen fünf Stacheln in Form dünner Skelettbalken angelegt.
Ob das durch Textfig. 85 dargestellte Tier hierher gehört, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen. Es stimmt in der äußeren Form mit den Entwicklungsstadien unserer Art überein, besitzt dieselbe Porenbeschaffenheit und die Kopfbeistacheln in Gestalt kleiner Dornen, doch sind die äußeren Urstachelteile rückgebildet, nur in der Nackenfurche sieht man noch den Rest eines Urstachels (vielleicht V) und in der Thoraxwand (in der Fig. 85, rechts) vielleicht Lr. Ich glaube, daß wir hier eine Mißbildung unserer Art vor uns haben.
Das durch Textfig. 86 wiedergegebene Tier ist in der Skelettentwicklung eine Stufe weiter als das in Textfig. 84. Hier sind die dort noch konischen Urstacheln zu dreikantigen geworden, und der obere Teil des Thorax ist bereits fertig. Alle fünf Urstacheln sind wieder zu erkennen. Zwei davon, V und Ll, schienen hier insofern eine Besonderheit zu bieten, als sie sich nicht gleich an dem ventralen Ende des Mittelbalkens (wie das gewöhnlich geschieht) spalteten, sondern erst noch ein Stück zusammenliefen. Auch dies ist wohl nur eine zufällige Erscheinung, die bei normalen Individuen nie beobachtet wurde.
Die Tafelfig. 5 und 6 auf Taf. XXXII endlich stellen fast vollständige Tiere dar, bei denen die Verbindung der Kopfbeistacheln durch Skelettbögen fast beendet ist. Das eine Tier ist schräg von der basalen Seite gesehen gezeichnet (Fig. 6) und zeigt das innere Stachelgerüst besonders schön, das andere Tier liegt in dorsaler Seitenansicht und ist bemerkenswert wegen der von dem Thorax nach dem Kopfe ziehenden, die Nackenfurche überbrückenden Skelettbögen (in der Fig. 5 links und rechts), welche die ovale Form des Kopfes dann verdecken und die Nackenfurche scheinbar zum Verschwinden bringen. Die beiden Tiere unterscheiden sich ferner dadurch, daß das eine einen mehr konischen, das andere einen mehr zylindrischen Thorax besitzt, was wohl bei der an sich schon wenig regelmäßigen Form darauf zurückzuführen ist, daß die Richtung der Urstacheln innerhalb bestimmter Grenzen variiert und damit auch die durch dieselben bestimmte Gestalt des Thorax.

References:

Popofsky, A (1913). Die Nassellarien des Warmwassergebietes. Deutsche Sudpolar-Expedition 1901-1903, Zoologie. 13(6): 216-416. gs


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