CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Lampromitra circumtexta Popofsky 1913

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Lampromitra circumtexta

Citation: Lampromitra circumtexta Popofsky 1913
Rank: species
Type specimens: pl.32, fig.1; text-fig.53
Type repository: No information given
Described on page(s) : p.346
Family (traditional): Plagiacanthidae
Family (modern): Clathromitridae

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Original Description
Kopf eigentümlich trapezoidförmig im Querschnitt; Basis des Trapezes ist der nur wenig gewölbte apikale Kopfteil und der basale Teil des Kopfes, letztere ist die kleinere Basis, die seitlichen Kopfbegrenzungslinien liefern die gleichen Schenkel des Trapezes. Der Kopf ist fast rechtwinklig gegen den sehr breiten Thorax abgesetzt. Die Form des Thorax entspricht im Querschnitt einer sehr langgestreckten Ellipse, deren Hauptachse quer zu der Längsachse des Skelettes steht. Das Peristom ist kräftig eingeschnürt und mit vielen dornenartigen, häufig nach der Stachelachse zu gerichteten Zähnen besetzt, von denen sicher nur ein geringer Teil noch weitere Gittermaschen bilden wird. Etwas unterhalb der Nackenfurche treten, von einem gemeinsamen Punkt oder einem gemeinsamen kurzen Mittelbalken ausgehend, vier Stacheln auf die Thoraxoberfläche. Drei von ihnen verlaufen in der Thoraxwand bis zum Peristom der Schale. Sie werden als Kanten auf der Wandung erkennbar. Das innere Stachelgerüst besitzt die Stacheln A, D, Lr, Ll, V. Vom Apikalstachel, der dreikantig ist und schon in der unteren Hälfte des Kopfes als ein kleines, dreikantiges, seitlich stehendes Kopfhorn außerhalb der Schale in die Erscheinung tritt, zweigt sich ein Seitenast, schräg aufwärts gerichtet, ab, er verläuft bis zur Schalenwand. Der Lateralstachel Lr gabelt sich nicht weit von seiner Ursprungsstelle am Mittelbalken. Der Thorax ist ferner dort, wo die Stacheln D, Lr, Ll in der Wandung liegen, deutlich furchenartig eingesenkt. Der Stachel V dagegen schien mir weder außerhalb der Schale noch in der Wandung derselben sichtbar zu werden. Er wird wahrscheinlich nur bis zur Schale selbst ziehen. Näheres über seinen Verbleib konnte ich trotz aller Bemühungen nicht ausfindig machen. Kopf und Thorax sind von ungleich großen, unregelmäßig rundlichen Poren durchbohrt, die von sehr dünnen Gitterbalken getrennt werden. Außerdem ist die ganze Schale von vielen dünnen, zierlichen, konischen Beistacheln ziemlich dicht besetzt, die eindrittel so lang werden können als die größte Kopfbreite beträgt.

(Based on 1 soecimen) Maximum width of cephalis 63µm, collar width 52µm, maximum width of thorax 120µm, maximum length 52µm, length of secondary spines 25µm. Distinguishing characters (rw): Diese Art hat mir große Schwierigkeiten in der Entzifferung des Innenskelettes und durch ihre Unterbringung im System bereitet. Da ich mit Sicherheit nur einen Radialstachel in der Thoraxwand feststellen konnte, die Beteiligung des drei übrigen aber am Aufbau des Thorax wegen der unglücklichen Lage des Skelettes in Kanadabalsam nicht genauer untersuchen konnte, so bleibt es zweifelhaft, ob die neue Art, welche durch ihre charakteristische Form sofort in die Augen fällt, im Genus Lampromitra richtig am Platze ist. Es ist sehr wohl möglich, daß die in der Abbildung (Taf.XXXII, Fig. 1) wiedergegebene Furche, in der der Dorsalstachel und der Apikalstachel liegen, die einzige ist und sich nicht an den entsprechenden Stellen auf dem Skelett wiederholt. Die Richtung der andern Stacheln (Lr, Ll, V) scheint auch, soweit sie sich im Innern des Skelettes verfolgen ließen, nicht darauf hinzudeuten, daß sie in der Thoraxwand später abwärts verlaufen. Das Innenskelett deute ich folgendermaßen (Textfig. 53): In der Mitte des Skelettes, das von der dorsalen Seite betrachtet wird, blickt man auf den nach oben ziehenden Apikalstachel (A) und den teilweise im Innern der Schale verlaufenden Dorsalstachel D, links liegt der Lateralstachel Ll und rechts der gegabelte Lateralstachel Ll. In dem Winkel zwischen dem Lateralstachel Ll und dem Dorsalstachel D erblickt man den innersten Teil des vom Beschauer weg nach vorn und unten ziehenden Ventralstachels V, so daß also das Skelett deutlich nach dem jungen Campylacantha-Typus gebaut erscheint. Die Verzweigungen und Seitenäste der Urstacheln sind wohl nicht für die Form als charakteristisch anzusehen.

References:

Popofsky, A (1913). Die Nassellarien des Warmwassergebietes. Deutsche Sudpolar-Expedition 1901-1903, Zoologie. 13(6): 216-416. gs


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