CATALOG OF ORIGINAL DESCRIPTIONS: Obeliscus Popofsky 1913

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Obeliscus

Citation: Obeliscus Popofsky 1913
Rank: genus
Described on page(s) : 279

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Original Description
Plectoideen mit pyramidenförmigem Skelett, bestehend aus vier kräftigeren Stacheln, welche von einem kleinen Ring ausgehen und durch vier gebogene Skelettbalken verbunden werden. Über dem kleinen Ring eine kleine Pyramide, welche die Urstacheln A, D, Lr, Ll, Vert. an einem kleinen Mittelbalken besitzt.

Editors' Notes
[Remarks] Betrachtet man die oberen vier auf- und absteigenden Skelettbrücken, die die vier großen Stacheln verbinden insgesamt, so entsteht ein kleiner Ring. Die vier großen Skelettbögen, welche in einiger Entfernung von den ersteren angelegt sind und die divergierenden Stacheln gleichfalls verbinden, könnten dann wohl als ein zweiter Ring angesehen werden. Obwohl derartige Ringe außer bei den Stephoideen sonst nicht vorkommen und sie auch nur mit viel gutem Willen für solche ausgegeben werden können, hätte man dann einen Mitralring (der kleinere) im oberen Skelett der Pyramide und einen Basalring (der größere) im unteren Teile des Skelettes. Hieraus könnte eine Beziehung zu den Stephoideen konstruiert und unsere Art der entsprechenden Gattung Pseudocubus eingereiht werden. Auf den ersten Blick fällt daher auch die auffällige Ähnlichkeit unseres Obeliscus pseudocuboides mit etwa Haeckels Pseudocubus obeliscus H. 87, p. 1010, Taf. 94, Fig. 11 auf; eine Übereinstimmung, die sich sogar auf die Abmessungen des Skelettes erstreckt. Der einzige Unterschied ist der, daß über dem kleinen Ringe bei der neuen Art eine deutliche kleine Pyramide steht, aus der mit einiger Schwierigkeit sich ein Urstachelgerüst nach Art des durch die Stacheln lr, ll, weiterentwickelten Plagiocarpa-Typs herauslesen läßt. Bei den von Haeckel beschriebenen Pseudocubus-Arten fehlt dieser wichtige Skeletteil, und zwar scheint mir, daß ein Teil dieser Pyramide, die Spitze des ganzen Skelettes also, falsch von ihm gedeutet oder überhaupt übersehen ist, was bei der schwierig zu entziffernden Form durchaus möglich ist und noch weiter dadurch wahrscheinlich gemacht wird, daß in seiner bildlichen Darstellung auf der rechten Seite der Figur (1. c.) gänzlich unmotivierte Skelettbildungen (verkrümmte, umeinandergeschlungene Stacheln) eingetragen sind.
Es scheint mir daher richtiger, die Gattung Pseudocubus zu den Plectoideen zu stellen und aus der Familie der Tympaniden mit echten Ringskeletten zu entfernen. Nun kann man bezüglich der beiden Arten Pseudocubus octostylus und P. hexapylus im Zweifel sein. Bei ihnen sind wirklich echte Ringe vorhanden, nicht auf- und absteigende Skelettbrücken wie bei Pseudocubus obeliscus, ich habe daher den Weg eingeschlagen, unsere neue Art Obeliscus pseudocuboïdes wegen ihres offenkundigen Plectoideenskelettes zu den Plectoideen in eine neue Gattung zu stellen. Hierher würde ich auch Haeckels Pseudocubus obeliscus rechnen, und zwar wegen der eben angegebenen Gründe. Das Fehlen der kleinen Pyramide auf dem oberen ""Ring"" könnte außer durch Übersehen auch so zu erklären sein, daß das Urstachelgerüst, durch welches jene Pyramide erst gebildet wird, im Laufe der Zeit zurückgebildet wurde.
In der äußeren Gestalt gleicht unserer neuen Art die von mir aus antarktischen Gewässern beschriebenen Plectophora triacantha (Pop. 08, p. 262, Taf. XXX, Fig. 1, Taf. XIX, Fig. 1), nur sind bei dieser weniger Stacheln an dem Aufbau der kleinen Pyramide beteiligt, nämlich nur die Stacheln A, D, Lr, Ll. Auch diese Art könnte der neuen Gattung eingefügt werden, sie besitzt aber nicht, wie Obeliscus pseudocuboides, den Plagiocarpa-Typ, sondern den Periplecta-Typ als Grundlage des Skeletts.

[Loeblich and Tappan [1961, p.227] indicate that Obiliscus Popofsky, 1913 is a homonym of Obeliscus Beck,1837 and Obeliscus Agassiz, 1845.]

References:

Popofsky, A (1913). Die Nassellarien des Warmwassergebietes. Deutsche Sudpolar-Expedition 1901-1903, Zoologie. 13(6): 216-416. gs


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